Wechselhaft

Heute morgen hat mich ein veritables Gewitter aus den ersten Träumen gerissen, das dann in einen langsam prasselnden Sommerregen übergegangen ist. Und ich dann um halb neun noch mal mit Kaffee ins Bett. Den Vormittag hab ich deshalb damit verbracht, einen ersten Punkt meiner Liste abzuhaken: Ich hab ein Buch gelesen. Naja, zu Ende gelesen. „Allmen und die verschwundene Maria“ von Martin Suter. Band 4 der Allmen-Reihe und sehr zu empfehlen! Kaum ein anderer Autor versteht es, in seine Sätze mit wenigen, aber genau richtig gewählten Worten so viel Bilder zu packen. Ich wünschte, ich könnte das auch.Jetzt hat sich der Regen verzogen und Wolken und Sonne kämpfen abwechselnd um die Vorherrschaft. So geht’s mir auch – die Yogamatte schreit nach Benutzung, der gemütliche Balkon aber auch. Kompromiss: Dieser kleine Post und dann hüpf ich ganz un-yoga-mäßig die Knie beugend ein bisschen durch die Wohnung. Im Hintergrund läuft schon der YouTube-Parookaville-Live-Mitschnitt vom DJ Set Martin Solveigs. Sehr coole Mucke, auch wenn ich beim Anblick des feiernden Jungvolks genauso hin- und hergerissen bin wie das Wetter: Auf dem Papier bin ich für sowas inzwischen zu alt, aber erzähl das mal meinen wippenden Beinen. Dieses Jahr stellt sich sowieso keine Festival-Frage und nächstes Jahr könnte ich immer noch sagen: Wäre ja 2020 das letzte Mal gewesen. Ob ich mich dann wirklich zappelnd in eine Menge von bekifften Dixie-Klo-Benutzern werfe – ich werde wahrscheinlich hin- und hergerissen sein. Jetzt tröpfelt’s wieder.

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