Summer in the city

Die Stadt ist im Sommer einfach was Wunderbares. Ich liebe meine Wohnung am Stadtrand von Köln, aber weil sie ebenfalls so wunderbar ist, hätte ich mir die Gleiche nicht in der Kölner City leisten können. Deshalb muss ich halt ein halbes Stündchen mit dem Rädsche ins Städtsche, wenn ich – wie gerade – schreibender- und kaffeetrinkenderweise in einem Café rumsitzen will. Jammern auf hohem Niveau. Und vielleicht weiß ich diese Momente sogar umso mehr zu schätzen, weil ich sie nicht jeden Tag habe. Ganz viele Figuren oder Szenen schnappe ich beim Menschenbeobachten an solchen Tagen auf – Gottes Gärtchen ist so bunt, das kann man sich als Autorin ja gar nicht ausdenken. Und da mein Friseurtermin heute nachmittag erst um 16 Uhr im Terminplan steht, kann ich jetzt noch ein Weilchen zusehen, wie der Yuppie-Schnösel im Anzug zu meiner Verwunderung einen Grünen Tee und einen Aschenbecher bestellt, das erste Kölsch bereits um 11 Uhr Abnehmer gefunden hat und die FFP2-Maske mal kurz zum Rauchen zur Seite geschoben wird. Herrlich. Sollte ich eigentlich Corona-Phänomene ins nächste Buch einbauen oder kann das bis dahin wirklich niemand mehr hören?Immerhin: Draussen gehts ohne Maske, für den Klogang muss sie halt über die Nase (bei so manchen Gerüchen ist man sogar dankbar dafür), aber wenn meine Im-Cafe-auf-der-Straße-Sitzen-Momente in diesem Jahr dadurch gerettet werden, soll es mir Recht sein.

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