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Christmas for runaways

Samstag vor dem zweiten Advent. Ich sitze in Ocala, Florida, an der Bar im Hilton. Draußen biegen sich die Palmen im doch heute kühlen Wind und aus allen Lautsprechern werde ich mit Weihnachtsliedern beschallt. White Christmas, Last Christmas, Coming home for Christmas. Sehr merkwürdig. Man hat den Eindruck, je weniger weihnachtlich die Witterung Draußen ist, desto höher ist das Bedürfnis, Innen deutlich zu machen, dass Weihnachten vor der Tür steht. Ein riesiger Weihnachtsbaum funkelt und glitzert in der Lobby, sogar die Palmen mussten sich mit Christbaumkugeln schmücken lassen. Die Weihnachtssterne wirken deplatziert, obwohl das hier sogar das natürlich Klima für diese, eigentlich tropischen Pflanzen, ist. Im Fernsehen läuft ein Weihnachtsspot nach dem anderen, alle Läden werben für „Holiday Sales“, Hunde tragen Weihnachtsmützen während ihres Spaziergangs.

Ach, jetzt freue ich mich doch ein bisschen auf zu Hause – obwohl der verlängerte Sommer meiner Seele gut getan hat. Aber zuhause ist das Wetter zwar winterlich, aber  man kann dem Weihnachtswahnsinn wenigstens ab und zu entgehen.

Auf dem Weg…

…zur Veröffentlichung am nächsten Freitag hier noch ein kleiner Appetithappen:

„Ich muss konzentriert auf den Weg schauen, damit ich in der Dunkelheit nicht noch über einen Stein stolpere. Wäre ich doch durch die Straßen zurückgelaufen. Man kann ja kaum seine Hand vor Augen sehen.

Knack!

Es klingt, als wäre hinter mir jemand auf einen Zweig getreten. Und ich bin mir sicher, dass es dieses Mal kein Hamster war. Ich drehe mich um.

„Hallo? Ist da jemand?“

Ich kann niemanden in der Dunkelheit entdecken. Ich drehe mich um und gehe weiter. Mein Herz beginnt schneller zu schlagen, und automatisch schlagen auch meine Beine ein höheres Tempo an. Was immer ich gelesen oder gehört habe, wie man sich bei einer Panik verhält, in diesem Moment funktioniert es augenscheinlich nicht.“

„Ausgeplappert“ ist auf dem Markt!

Ich komme mir vor, wie vor meinem Geburtstag. Oder vor dem Weihnachtstag.

Man freut sich so auf den morgigen Tag, dass man es gar nicht abwarten kann. Dass man vielleicht doch schon das Geschenk auspackt,Schön_Ausgeplappert_U1das man per Post von einer fernen Freundin geschickt bekam. Und bereits die Sektflasche köpft. „Ist doch quasi schon morgen!“

Ab morgen – quasi ab gleich – kann man mein Erstlingswerk „Ausgeplappert – Lissie Sommers erste Leiche“ offiziell im Buchhandel als Ebook vorbestellen!!!

Da es Amazon und IBooks offenbar auch nicht abwarten konnten, habe ich „Es“/“Mich“/“Meins“ dort heute schon gefunden – was für ein großartiges Gefühl! Jetzt heißt es noch: Abwarten bis zum Erscheinungstermin am 11. September. Und währenddessen einfach nur freuen!

Sternschnuppen – in der Nacht und am Tag

Heute nacht regnete es Sternschnuppen. Naja, sagen wir: In Köln nieselte es sie. Aber schön war’s! Eine laue Sommernacht auf der Terrasse – so viele wird es in diesem Jahr nicht mehr geben. Bald fallen die Blätter nicht mehr wegen Wassermangels, sondern wegen Kälte zu Boden. Brrr. Ich mag gar nicht daran denken.

Um so schöner nachts um zwei schlaftrunken auf den Balkon zu wanken und einen sternenklaren Himmel vorzufinden. Sich auf die Gartenliege und unter eine Decke zu kuscheln und das Gesicht gen Sternenzelt zu halten.  In der Hoffnung, den Himmel weinen zu sehen.

Ich schaue ganz konzentriert. War das schon eine? Nein. Ist das ein Stern? Nein, ein Flugzeug. Und dann: Zisch… Saust die erste Schnuppe durch die Nacht und zieht ihren Schweif blitzschnell hinterher. Hilfe! Hilfe! Was wünsche ich mir denn jetzt? Nein, nicht sagen! Sonst geht es nicht in Erfüllung!

Noch weitere drei Mal darf ich einen Wunsch ins Universum schicken. Die Katze springt auf meinen Schoß, rollt sich ein und nickert weg – eigentlich bin ich auch so schon wunschlos glücklich.

Und heute? Unverhofft kommt eine weltliche Sternschnuppe um die Ecke. Ein weiterer großer Verlag bekundet Interesse an meinem Erstlingswerk! Ich werd verrückt! Aber zu spät! Ich hab die erste Schnuppe schon ergriffen, lass sie nicht mehr los und hoffe, dass ein kleiner Stern draus wird.

Warten, Freude und Spaghettieis

Wer mich kennt, der weiß, dass Geduld nicht unbedingt zu meinen Stärken zählt. Ich bin Widder. Gerne mal mit dem Kopf durch die Wand. Jetzt. Sofort. Und gleich. So habe ich die letzten zwei Wochen täglich, ja stündlich gefiebert, wann die ersten Cover-Vorschläge für mein Erstlingswerk kommen würden.

Gestern morgen war es dann soweit. Ein echter Gänsehautmoment. Ein Moment, der mir mein ganzes Leben bleiben wird: Mein Name auf einem Buchumschlag! Kann mal jemand das Honigkuchenpferd-Grinsen aus meinem Gesicht nehmen, bitte?

Bevor Ihr es auch sehen könnt, braucht es noch etwas Finetuning. Und so sitze ich hier erneut und warte sehnsüchtig auf Runde 2 mit einem wohlig warmen Gefühl im Bauch, wie Schokopudding mit Himbeersauce. Wie Sonnenstrahlen auf einer Sommerwiese. Wie Lavendel in der Nase.

Bis zum nächsten Himmelhochjauchzend-Moment versüße ich mir die Zeit mit Ideen für die Fortsetzung. Noch nie hat mir das Schreiben so viel Spaß gemacht, wie jetzt. Mit einem Ziel vor Augen. Und vielleicht auch noch mit einem Spaghettieis. 😉

Habt einen tollen Sommertag!

Der Start

Irgendwann habe ich einfach angefangen. Manchmal muss man eben einfach anfangen! Nicht warten. Nicht zögern. Nicht zaudern. Einfach schreiben – so wie jetzt.

„Ausgeplappert. Lissie Sommers erste Leiche“ – mein Erstlingswerk beschert mir gerade in vielen Dingen neue Erfahrungen, von denen ich nie gewagt hätte zu träumen. Doch: Zu träumen! Und wie schön ist es doch jetzt festzustellen, dass manchmal Träume wahr werden. Du musst ihnen dazu nur eine Chance geben.

 

„Was immer du tun kannst oder wovon du träumst – fang damit an. Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich.“
Johann Wolfgang von Goethe