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Christmas for runaways

Samstag vor dem zweiten Advent. Ich sitze in Ocala, Florida, an der Bar im Hilton. Draußen biegen sich die Palmen im doch heute kühlen Wind und aus allen Lautsprechern werde ich mit Weihnachtsliedern beschallt. White Christmas, Last Christmas, Coming home for Christmas. Sehr merkwürdig. Man hat den Eindruck, je weniger weihnachtlich die Witterung Draußen ist, desto höher ist das Bedürfnis, Innen deutlich zu machen, dass Weihnachten vor der Tür steht. Ein riesiger Weihnachtsbaum funkelt und glitzert in der Lobby, sogar die Palmen mussten sich mit Christbaumkugeln schmücken lassen. Die Weihnachtssterne wirken deplatziert, obwohl das hier sogar das natürlich Klima für diese, eigentlich tropischen Pflanzen, ist. Im Fernsehen läuft ein Weihnachtsspot nach dem anderen, alle Läden werben für „Holiday Sales“, Hunde tragen Weihnachtsmützen während ihres Spaziergangs.

Ach, jetzt freue ich mich doch ein bisschen auf zu Hause – obwohl der verlängerte Sommer meiner Seele gut getan hat. Aber zuhause ist das Wetter zwar winterlich, aber  man kann dem Weihnachtswahnsinn wenigstens ab und zu entgehen.

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